Gang zur Dreifaltigkeitskapelle

Alljährlich gehen am Dreifaltigkeitsfest Nachtsheimer Pfarrangehörige zur Dreifaltigkeitskapelle an der Anschauer Straße.
Die Kapelle wurde im Jahre 1972 neu errichtet, da die vorherige Dreifaltigkeitskapelle wegen einer Straßenverlegung abgerissen werden musste. Die neue Kapelle enthält noch den Gnadenstuhl aus der alten Kapelle. Das Baujahr und der Grund der Errichtung der Vorkapelle sind nicht mehr bekannt.
In der Eifelregion sind Heiligenhäuschen, Kreuze, Bildstöcke und Schöpflöffel besonders verbreitet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass früher der christliche Glaube in der Eifelregion überzeugt gelebt wurde. In dem Mayener Eifelgebiet stehen mehr als 1550 unauffällige sakrale Kulturdenkmäler, die die Region prägen. Für Besucher sind die kleinen Bauwerke häufig charakteristisch für die Eifelregion, da sie sich so passend in die romantische Landschaft einfügen und wahre Blickfänge sind. Welchen Ursprung diese Bauten haben und warum sie die Menschen damals errichteten, das ist von unterschiedlicher Natur. Häufig haben die Menschen mit ihrem Bau ein Gelübde eingelöst, das sie vorher gegeben hatten etwa bei Krankheiten, Krieg oder Feuer. Hatten sie die Notzeiten einigermaßen glimpflich überstanden, setzten sie Gott ein Zeichen des Dankes.
Viele Heiligenhäuschen und Kreuze wiederum drücken einfach den religiösen Glauben der Menschen aus, sie rufen Schutzheilige an oder dienen als Zeichen von Frömmigkeit. Einige von ihnen waren Orte des Fürbittgebetes. Auch heute noch sind die Heiligenhäuschen beliebte Anlaufpunkte. Mancherorts sind diese Denkmäler seit Generationen gepflegt und geschmückt; anderorts vom Verfall bedroht.
Die Dreifaltigkeitskapelle in Nachtsheim wurde früher von den Mädels des letzten Schuljahres, später von der Familie Paulus und Anna Weber gepflegt. Heute kümmern sich die Nachfahren Heinz und Marianne Dedenbach liebevoll um dieses religiöse Kleinod.