Fußwallfahrt zum Heiligen Jodokus

Bei unserer diesjährigen Wallfahrt nach St. Jost hätte das Wetter nicht besser sein können. Wir traten die Fußwallfahrt
kurz nach Mittag am Dorfplatz an und zogen dann betend durch die Hauptstraße zum Ortseingang und folgten dann
dem bekannten Wallfahrtsweg zur Blumenrather-Heide.

Kurz gestärkt machten wir uns von dort weiter auf den Weg.

Pünklich kamen wir das Jodokus-Lied singend zu Andacht, die unter freiem Himmel stattfand, an.

Viele Pilger feierten die schöne Andacht mit. Musikalisch wurde sie von der Blaskapelle Langenfeld begleitet. Nach dem Pilgersegen, den Diakon Hans – Georg (Jürgen) Bach in der Kapelle spendete, wurde sich bei wieder auf die Heimreise begeben.

Zur Wallfahrtsstätte St. Jost war noch folgendes zu lesen:

Die Kapelle in St. Jost wurde erstmals 1436 und dann 1464 in einer Urkunde erwähnt. Der Sage nach sollte sie am Fuß des Burgberges im nahe gelegenen Virneburg von einem Grafen aus Dank für eine glückliche Heimkehr von einem Kreuzzug erbaut werden. Bei einem starken Sturm sei das Baumaterial jedoch von der über die Ufer getretenen Nitz weggespült und etwa zwei Kilometer talabwärts wieder gefunden geworden. Der Graf habe an ein Zeichen des Himmels geglaubt und dort, wo das Bauholz angespült wurde, die Kapelle erbaut. Blickfang in der Kapelle ist der barocke Hochaltar aus dem Jahr 1655, der mit Reliefs und Figuren in schlichter bäuerlicher Handwerkskunst geschmückt ist. An der Südseite des Chorraumes befindet sich eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Figur des heiligen Jodokus.

Alljährlich im Herbst – an den beiden letzten September- und den beiden ersten Oktoberwochenende – ziehen Prozessionen aus rund 50 Gemeinden zum heiligen Jodokus nach St. Jost. „Heiliger Jodokus, zu Dir kommen wir, Deine Fürbitte begehren wir“ beten die Pilgerinnen und Pilger aus der Eifel, von Rhein, Mosel und Ahr, wenn sie in die kleine Wallfahrtskapelle einziehen, um den heiligen Jodokus zu verehren und ihre Anliegen und Sorgen, sei es für eine gute Ernte, für Schutz gegen Gewitter, Schadenfeuer, Getreidebrand, Fieber, Pest und andere Krankheiten, insbesondere gegen Halsleiden anzuvertrauen.

Quelle: Eifelverein.de und Pfarrei-Langenfeld.de

Der Beitrag wurde von Helga Wendel verfasst.